Maya-Ruinen von Lamanai auf eigene Faust ab Belize City
Das Wichtigste in Kürze
Die Maya-Ruinen von Lamanai
Lamanai liegt tief im Regenwald des Orange-Walk-Distrikts am Ufer der New River Lagoon und gehört zu den bedeutendsten Maya-Stätten in Belize. Der Name geht auf das Yucatec-Maya-Wort Lama’anayin zurück – „untergetauchtes Krokodil“, eine Anspielung auf die Tiere, die bis heute am Fluss leben. Besiedelt wurde der Platz schon um 1500 v. Chr., und anders als die meisten Städte des Maya-Tieflands wurde er nach dem Ende der Klassik nicht aufgegeben: Als die Spanier im 16. Jahrhundert eintrafen, lebten hier noch Menschen. Rund 3.000 Jahre durchgehende Besiedlung machen Lamanai zu einem Sonderfall in der Maya-Welt.
Freigelegt ist bis heute nur ein Bruchteil des Geländes. Die drei großen Bauwerke sind der Maskentempel mit den mannshohen Stuckmasken eines Maya-Herrschers, der Hohe Tempel, von dessen Spitze der Blick über das Blätterdach bis zur Lagune reicht, und der Jaguartempel mit seinen stilisierten Raubkatzenköpfen. Dazu kommen ein Ballspielplatz, unter dessen Marker Archäologen ein ungewöhnlich großes Quecksilber-Opfer fanden, die Reste zweier spanischer Kirchen aus dem 16. Jahrhundert und eine Zuckermühle aus dem 19. Jahrhundert – drei Epochen auf einem einzigen Gelände.
Anreise vom Hafen Belize City
Belize City ist ein Tenderhafen. Wegen des vorgelagerten Barriereriffs ankern die Schiffe rund fünf Seemeilen vor der Küste, die Tenderboote bringen die Gäste zum Fort Street Tourism Village mitten in der Stadt. Diese Überfahrt kostet Zeit, und sie muss auf dem Rückweg ein zweites Mal eingeplant werden – wer nach Lamanai will, sollte den ersten Tender nehmen.
Vom Tourism Village sind es rund 75 Kilometer nach Norden über den Philip Goldson Highway bis zur Brücke bei Tower Hill kurz vor Orange Walk Town, gut eine Stunde mit dem Bus. Am dortigen Steg beginnt der zweite Teil der Anreise: eine etwa anderthalbstündige Fahrt im offenen Motorboot den New River hinauf bis zur Lagune, an deren Ufer die Ruinen liegen. Unterwegs sitzen Leguane in den Zweigen über dem Wasser, Brüllaffen sind zu hören, und mit etwas Glück zeigt sich ein Morelet-Krokodil.
Vor Ort in Lamanai
Das Boot legt direkt am Gelände an. Vom Steg führt der Weg zunächst zum kleinen Museum mit Fundstücken aus den Grabungen, danach geht es auf schattigen Dschungelpfaden von Tempel zu Tempel. Für den Rundgang sollte man zwei bis drei Stunden ansetzen. Feste Schuhe, Wasser und Mückenschutz gehören dazu; die Stufen des Hohen Tempels sind steil, ein Seil hilft beim Auf- und Abstieg.
Das Lamanai Archaeological Reserve ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Ausländische Besucher zahlen 25 Belize-Dollar Eintritt (rund 11 Euro), und zwar in bar – Karten werden an der Kasse nicht akzeptiert.
Auf eigene Faust ist Lamanai vom Schiff aus trotzdem kaum zu schaffen. Zum Steg bei Tower Hill fährt kein Linienboot, die Flussfahrt muss bei einem Anbieter gebucht werden, und der öffentliche Bus nach Orange Walk braucht deutlich länger als ein Transfer. Beim organisierten Ausflug stecken Bustransfer, Bootsfahrt, Eintritt, Führung und meist auch ein Mittagessen in einem Paket; der Eintrittspreis von der Kasse ist darin nur ein kleiner Posten. Wer an einem Hafentag pünktlich zurück am Tender sein muss, ist damit deutlich sicherer unterwegs.
Bei der Wahl des Anbieters lohnt ein Blick auf das Kleingedruckte: Vergleichbare Lamanai-Touren mit Abholung am Kreuzfahrtterminal dauern überall sechs bis acht Stunden und füllen den Hafentag komplett aus. Bei Meine Landausflüge ist für solche Ausflüge ein kostenloser Verspätungsschutz enthalten, der einspringt, wenn das Schiff wegen einer Verzögerung im Ausflug verpasst wird. Bei Touren, die man über ein Buchungsportal reserviert, trägt man dieses Risiko selbst.
Geführte Ausflüge ab Hafen Belize City


Bootsfahrt durch den Urwald zu den Maya-Ruinen Lamanai

Maya-Ruinen von Lamanai, Flusssafari und Mittagessen
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