Blick über die Plazas von Xunantunich in die bewaldeten Hügel

Maya-Ruinen von Xunantunich auf eigene Faust ab Belize City

Das Wichtigste in Kürze

  • Maya-Ruinen von Xunantunich – Tempelstadt nahe der guatemaltekischen Grenze, überragt von der Pyramide El Castillo
  • Entfernung: rund 130 Kilometer westlich von Belize City – gut zwei Stunden je Richtung und damit das entfernteste Ziel ab diesem Hafen
  • Anreise: über den Mopan River setzt eine kostenlose Handkurbel-Fähre über, sie fährt nur von 7:30 bis 16 Uhr; dazu kommen als Tenderhafen rund zwei Stunden für Hin- und Rückweg zum Schiff
  • Vor Ort: täglich 8 bis 17 Uhr, Eintritt 25 Belize-Dollar (rund 11 Euro) in bar; El Castillo ist 40 Meter hoch, darf bestiegen werden und trägt an der Ostseite einen Stuckfries
  • Nur mit gebuchtem Ausflug: Für die lange Strecke und die um 16 Uhr schließende Fähre reicht ein Hafentag auf eigene Faust nicht – die geführten Touren sind genau darauf ausgelegt

Die Maya-Ruinen von Xunantunich

Xunantunich liegt im Cayo-Distrikt im Westen von Belize, auf einem Bergrücken über dem Mopan River und keinen Kilometer von der guatemaltekischen Grenze entfernt. Der Name ist neuzeitlich und bedeutet sinngemäß „Steinerne Frau“ – er geht auf die Erzählung einer weiß gekleideten Gestalt zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts an der Pyramide gesehen worden sein soll. Wie die Stadt zu ihrer Blütezeit hieß, ist nicht überliefert.

Die Pyramide El Castillo in Xunantunich mit breiter Freitreppe
El Castillo, mit 40 Metern das höchste Bauwerk der Anlage

Der Kern der Anlage misst kaum mehr als einen Quadratkilometer und umfasst sechs Plazas mit über 25 Tempeln und Palästen. Herausragend ist El Castillo: 40 Meter hoch und nach dem Haupttempel von Caracol das zweithöchste Bauwerk des Landes. An seiner Ostseite zieht sich ein Stuckfries um den Bau, der die Erschaffung der Welt, den Lebensbaum und die Geburt eines Gottes zeigt. Ihre Blüte hatte die Stadt in der späten Klassik zwischen 700 und 900 n. Chr., danach wurde der Platz aufgegeben. Wiederentdeckt wurde er Mitte der 1890er-Jahre durch den britischen Arzt und Altertumsforscher Thomas Gann.

Anreise vom Hafen Belize City

Belize City ist ein Tenderhafen. Wegen des vorgelagerten Barriereriffs ankern die Schiffe rund fünf Seemeilen vor der Küste, die Tenderboote bringen die Gäste zum Fort Street Tourism Village. Von dort führt der George Price Highway – früher Western Highway – rund 130 Kilometer nach Westen. Für die Fahrt sind gut zwei Stunden je Richtung zu rechnen: Xunantunich ist das am weitesten entfernte Ausflugsziel ab diesem Hafen.

Wasserfront von Belize City mit Booten und Palmen
Die Wasserfront von Belize City

Kurz vor der Grenze endet die Straße im Dorf San José Succotz am Mopan River. Übergesetzt wird mit einer handbetriebenen Seilfähre, die zwei Männer über den Fluss kurbeln – kostenlos, mit Platz für etwa vier Autos und in Betrieb von 7:30 bis 16 Uhr. Vom anderen Ufer sind es noch anderthalb Kilometer bergauf bis zum Eingang, zu Fuß eine gute halbe Stunde.

Vor Ort in Xunantunich

Am Eingang steht ein kleines Besucherzentrum mit Fundstücken und einem Modell der Anlage, dahinter öffnen sich die Plazas. Bestiegen werden dürfen alle Bauwerke, auch El Castillo: Von der Plattform reicht der Blick über das Blätterdach des Regenwaldes weit nach Guatemala hinein. Für den Rundgang sollte man zwei bis drei Stunden einplanen. Am Eingang warten lizenzierte Guides; eine Führung für zwei Personen beginnt bei etwa 30 US-Dollar (rund 26 Euro).

Blick über die Plazas von Xunantunich in die bewaldeten Hügel
Von oben reicht der Blick über die Plazas bis in die Hügel Guatemalas

Das Xunantunich Archaeological Reserve ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Der Eintritt für ausländische Besucher beträgt 25 Belize-Dollar (rund 11 Euro) und wird in bar bezahlt. Letzter Einlass ist um 15:30 Uhr zu Fuß und um 16 Uhr mit dem Fahrzeug.

Auf eigene Faust ist Xunantunich an einem Hafentag nicht zu schaffen. Zwei Stunden Fahrt je Richtung, zweimal die Tenderfahrt und ein Rundgang von mindestens zwei Stunden ergeben zusammen mehr als acht Stunden – und die Fähre stellt um 16 Uhr den Betrieb ein. Wer sie verpasst, steht auf der falschen Flussseite. Linienbusse fahren zwar bis San Ignacio, brauchen dafür aber deutlich länger und lassen keinerlei Puffer. Der organisierte Ausflug ist hier keine Bequemlichkeit, sondern die einzige realistische Möglichkeit: Er packt Transfer, Fähre, Eintritt, Führung und Mittagessen in ein festes Zeitfenster.

Geführte Ausflüge ab Hafen Belize City

Mystische Maya-Ruinen von XunantunichMeine Landausflüge Logo
Geführte Ausflüge

Mystische Maya-Ruinen von Xunantunich

  • Kurze Panoramafahrt durch Belize City
  • Sehenswerte Landschaftsfahrt quer durch Belize
  • Besuch der Maya-Stätte Xunantunich
  • Besteigung eines Maya-Tempels
  • Schöner Ausblick über den Regenwald bis nach Guatemala
  • Landestypisches Mittagessen inklusive

Weiterführende Tipps

Weitere Highlights in Belize City

  • Maya-Stätte Altun Ha – die am leichtesten erreichbare Maya-Stätte des Landes, rund 50 Kilometer nördlich der Stadt
  • Maya-Ruinen von Lamanai – Anreise per Bus und Bootssafari über den New River, mitten im Regenwald gelegen
  • Belize Barrier Reef – zweitgrößtes Barriereriff der Welt und UNESCO-Welterbe, ideal zum Schnorcheln
  • Insel Caye Caulker – autofreie Karibikinsel mit Sandstraßen, rund 45 Minuten mit dem Wassertaxi
  • Belize City im Überblick – Hafeninfos, Mobilität vor Ort und alle Ausflugsziele auf einen Blick

Weitere Häfen in der Karibik

  • Cozumel – mexikanische Insel vor Yucatán, Sprungbrett zu den Maya-Stätten Tulum und Chichén Itzá
  • Ocho Rios – Jamaikas Wasserfälle, Dschungelflüsse und Reggae-Geschichte
  • George Town (Grand Cayman) – Seven Mile Beach, Stingray City und Tenderhafen wie in Belize
  • Philipsburg (St. Maarten) – Front Street, Maho Beach und die niederländisch-französische Doppelinsel
  • Willemstad (Curaçao) – bunte Handelshäuser am Sint Annabaai und UNESCO-Welterbe

Karte

Häufige Fragen zu Maya-Ruinen von Xunantunich

Die Tenderboote legen am Fort Street Tourism Village an. Von dort führt der George Price Highway rund 130 Kilometer nach Westen bis San José Succotz, gut zwei Stunden je Richtung. Dort setzt eine kostenlose Handkurbel-Fähre über den Mopan River, danach folgen anderthalb Kilometer bergauf bis zum Eingang. Öffentliche Busse fahren nur bis San Ignacio und brauchen deutlich länger.

Das Xunantunich Archaeological Reserve ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet, auch sonntags und an Feiertagen. Ausländische Besucher zahlen 25 Belize-Dollar (rund 11 Euro), ausschließlich in bar. Letzter Einlass ist um 15:30 Uhr zu Fuß und um 16 Uhr mit dem Fahrzeug. Bei geführten Ausflügen ab dem Hafen ist der Eintritt in der Regel enthalten.

Davon ist abzuraten. Allein die Fahrt dauert gut zwei Stunden je Richtung, dazu kommen zweimal die Tenderfahrt und mindestens zwei Stunden auf dem Gelände – zusammen über acht Stunden. Entscheidend ist die Fähre über den Mopan River: Sie fährt nur bis 16 Uhr. Ein organisierter Ausflug hält den Zeitplan ein und bringt Transfer, Eintritt und Führung in einem Paket zusammen.

Zwischen dem Dorf San José Succotz und dem Fuß des Ruinenhügels gibt es keine Brücke. Übergesetzt wird mit einer handbetriebenen Seilfähre, die zwei Männer über den Fluss kurbeln. Sie ist kostenlos, fasst etwa vier Autos, braucht ein bis zwei Minuten und verkehrt von 7:30 bis 16 Uhr. Ein Trinkgeld ist üblich, aber nicht verpflichtend.