Altos de Chavón auf eigene Faust ab La Romana
Das Wichtigste in Kürze
Altos de Chavón
Altos de Chavón ist ein Dorf, das es so nie gegeben hat: ein Nachbau einer mediterranen Siedlung des 16. Jahrhunderts, hoch über der Schlucht des Río Chavón. Gebaut wurde es ab 1976 im Auftrag von Charles Bluhdorn, dem Chef des Mischkonzerns Gulf+Western, dem damals auch Paramount Pictures gehörte. Den Entwurf lieferte der italienische Film- und Bühnenarchitekt Roberto Copa; hochgezogen haben es dominikanische Steinmetze aus regionalem Kalkstein, Stein für Stein von Hand.
Das Ergebnis ist keine Kulisse, sondern ein bewohnter Ort: In den Häusern arbeiten Kunsthandwerker in Werkstätten für Keramik, Serigrafie und Weberei, es gibt Galerien, Läden und Restaurants. Seit 1983 sitzt hier außerdem eine Designschule, die als Partnerschule der New Yorker Parsons School of Design geführt wird.
Zwei Bauten prägen das Dorf. Das Amphitheater nach griechisch-römischem Vorbild fasst 5.000 Zuschauer und wurde im August 1982 mit dem „Concert for the Americas" eröffnet – auf der Bühne standen unter anderem Frank Sinatra und Carlos Santana. Und die Kirche St. Stanislaus, benannt nach dem Schutzpatron Polens als Hommage an Papst Johannes Paul II., ist bis heute ein gefragter Ort für Hochzeiten.
Anreise vom Hafen La Romana
Vom Kreuzfahrtterminal sind es rund acht Kilometer, mit dem Taxi je nach Verkehr 15 bis 20 Minuten. Zu Fuß ist die Strecke nichts: Sie führt über Ausfallstraßen ohne durchgehenden Gehweg.
Am Hafen gilt ein Festpreis von 30 US-Dollar (rund 26 Euro) pro Fahrzeug – nicht pro Person –, in dem eine Stunde Wartezeit enthalten ist. Jede weitere Stunde kostet 15 US-Dollar (rund 13 Euro). Die Preisliste hängt am Hafenausgang aus und ist kaum verhandelbar; bezahlt wird bar in US-Dollar. Weil der Fahrer wartet, braucht man sich um die Rückfahrt nicht zu kümmern – das ist bei diesem Ziel der entscheidende Vorteil gegenüber den Inseln.
Vor Ort im Dorf
Ein Punkt, den man vorher wissen sollte: Altos de Chavón liegt auf dem Gelände des privaten Resorts Casa de Campo. Das Resort selbst nennt als zugangsberechtigt nur Hotelgäste, Bewohner und angemeldete Gruppen. In der Praxis kommen Tagesbesucher hinein, zahlen am Dorfeingang aber eine Zutrittsgebühr – die Angaben schwanken erheblich, am häufigsten genannt werden rund 25 US-Dollar (rund 21 Euro) pro Person. Tickets werden nur bis 17 Uhr verkauft. Wer sichergehen will, bucht einen Ausflug; dort ist der Zugang geregelt.
Das Dorf selbst ist täglich etwa von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die einzelnen Einrichtungen haben eigene Zeiten. Das Archäologische Regionalmuseum mit über 3.000 Fundstücken der Taíno öffnet dienstags bis sonntags; der Eintritt dorthin ist frei beziehungsweise im Zutritt enthalten. Die Kirche St. Stanislaus ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr zugänglich.
Für das Dorf selbst reichen ein bis zwei Stunden – es ist klein, und außer Schauen, Fotografieren und Stöbern gibt es wenig zu tun. Wer die Wartezeit des Taxis ohnehin bezahlt, kann den Rest des Tages gut mit einem Abstecher ins Zentrum von La Romana verbinden: Parque Central, Markt und Kirche liegen nur zwei Kilometer vom Hafen entfernt.
Geführte Ausflüge ab Hafen La Romana
Altos de Chavón ist eines der wenigen Ziele in La Romana, das auf eigene Faust unkompliziert funktioniert. Wer es trotzdem mit anderen Zielen verbinden möchte – etwa mit der Tropfsteinhöhle Cueva de las Maravillas oder einer Zigarrenmanufaktur –, findet das als gebuchte Rundfahrt ab Hafen.


Die Highlights von La Romana


Natur pur: Erkundung des grünen Dschungels
Weiterführende Tipps
Weitere Highlights in La Romana
- Isla Catalina – die unbewohnte Insel vor der Küste, nur mit gebuchter Bootstour erreichbar
- Isla Saona – die größte Insel des Landes im Nationalpark Cotubanamá, Anreise über Bayahibe
- Bayahibe – Fischerdorf und Ausgangspunkt aller Bootstouren in den Nationalpark
- Minitas Beach – gepflegter Strand der Casa-de-Campo-Anlage, der dem Hafen am nächsten liegt
- Playa El Caletón – kleine geschützte Bucht bei Bayahibe, beliebt bei Einheimischen
- La Romana im Überblick – Hafen, Mobilität vor Ort und alle Ausflugsziele auf einen Blick
Weitere Häfen in der Karibik
- Philipsburg (St. Maarten) – Front Street, Maho Beach und die niederländisch-französische Doppelinsel
- Belize City – Maya-Stätten im Regenwald und das längste Riff der Nordhalbkugel
- George Town (Grand Cayman) – Stingray City, Seven Mile Beach und Tenderausschiffung
- Cozumel – mexikanische Insel vor Yucatán mit Riffen am Palancar und Maya-Stätten auf dem Festland
- Ocho Rios – Jamaikas Wasserfälle, Dschungelflüsse und Reggae-Geschichte


