Gasse in Altos de Chavón mit rankenbewachsenen Steinhäusern

Altos de Chavón auf eigene Faust ab La Romana

Das Wichtigste in Kürze

  • Altos de Chavón – ein ab 1976 von Hand errichteter Nachbau eines mediterranen Dorfes, hoch über der Schlucht des Río Chavón
  • Entfernung: rund acht Kilometer vom Kreuzfahrtterminal, mit dem Taxi 15 bis 20 Minuten – zu Fuß nicht machbar
  • Anreise: Taxi zum Festpreis von 30 US-Dollar (rund 26 Euro) pro Fahrzeug inklusive einer Stunde Wartezeit, jede weitere Stunde 15 US-Dollar (rund 13 Euro)
  • Vor Ort: Dorf täglich etwa 9 bis 18 Uhr, ein bis zwei Stunden reichen aus – Amphitheater, Archäologisches Museum und die Kirche St. Stanislaus liegen dicht beieinander
  • Zutritt: Das Dorf liegt auf dem Gelände des Resorts Casa de Campo; am Eingang wird eine Gebühr verlangt, häufig genannt rund 25 US-Dollar (rund 21 Euro) pro Person – Tickets nur bis 17 Uhr

Altos de Chavón

Altos de Chavón ist ein Dorf, das es so nie gegeben hat: ein Nachbau einer mediterranen Siedlung des 16. Jahrhunderts, hoch über der Schlucht des Río Chavón. Gebaut wurde es ab 1976 im Auftrag von Charles Bluhdorn, dem Chef des Mischkonzerns Gulf+Western, dem damals auch Paramount Pictures gehörte. Den Entwurf lieferte der italienische Film- und Bühnenarchitekt Roberto Copa; hochgezogen haben es dominikanische Steinmetze aus regionalem Kalkstein, Stein für Stein von Hand.

Gasse in Altos de Chavón mit rankenbewachsenen Steinhäusern
Das Dorf Altos de Chavon

Das Ergebnis ist keine Kulisse, sondern ein bewohnter Ort: In den Häusern arbeiten Kunsthandwerker in Werkstätten für Keramik, Serigrafie und Weberei, es gibt Galerien, Läden und Restaurants. Seit 1983 sitzt hier außerdem eine Designschule, die als Partnerschule der New Yorker Parsons School of Design geführt wird.

Zwei Bauten prägen das Dorf. Das Amphitheater nach griechisch-römischem Vorbild fasst 5.000 Zuschauer und wurde im August 1982 mit dem „Concert for the Americas" eröffnet – auf der Bühne standen unter anderem Frank Sinatra und Carlos Santana. Und die Kirche St. Stanislaus, benannt nach dem Schutzpatron Polens als Hommage an Papst Johannes Paul II., ist bis heute ein gefragter Ort für Hochzeiten.

Anreise vom Hafen La Romana

Vom Kreuzfahrtterminal sind es rund acht Kilometer, mit dem Taxi je nach Verkehr 15 bis 20 Minuten. Zu Fuß ist die Strecke nichts: Sie führt über Ausfallstraßen ohne durchgehenden Gehweg.

Schild am Hafen La Romana
Am Hafen in La Romana

Am Hafen gilt ein Festpreis von 30 US-Dollar (rund 26 Euro) pro Fahrzeug – nicht pro Person –, in dem eine Stunde Wartezeit enthalten ist. Jede weitere Stunde kostet 15 US-Dollar (rund 13 Euro). Die Preisliste hängt am Hafenausgang aus und ist kaum verhandelbar; bezahlt wird bar in US-Dollar. Weil der Fahrer wartet, braucht man sich um die Rückfahrt nicht zu kümmern – das ist bei diesem Ziel der entscheidende Vorteil gegenüber den Inseln.

Vor Ort im Dorf

Ein Punkt, den man vorher wissen sollte: Altos de Chavón liegt auf dem Gelände des privaten Resorts Casa de Campo. Das Resort selbst nennt als zugangsberechtigt nur Hotelgäste, Bewohner und angemeldete Gruppen. In der Praxis kommen Tagesbesucher hinein, zahlen am Dorfeingang aber eine Zutrittsgebühr – die Angaben schwanken erheblich, am häufigsten genannt werden rund 25 US-Dollar (rund 21 Euro) pro Person. Tickets werden nur bis 17 Uhr verkauft. Wer sichergehen will, bucht einen Ausflug; dort ist der Zugang geregelt.

Das Dorf selbst ist täglich etwa von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die einzelnen Einrichtungen haben eigene Zeiten. Das Archäologische Regionalmuseum mit über 3.000 Fundstücken der Taíno öffnet dienstags bis sonntags; der Eintritt dorthin ist frei beziehungsweise im Zutritt enthalten. Die Kirche St. Stanislaus ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr zugänglich.

Stadtzentrum von La Romana mit Skulpturen und Schriftzügen
Unterwegs im Stadtzentrum von La Romana

Für das Dorf selbst reichen ein bis zwei Stunden – es ist klein, und außer Schauen, Fotografieren und Stöbern gibt es wenig zu tun. Wer die Wartezeit des Taxis ohnehin bezahlt, kann den Rest des Tages gut mit einem Abstecher ins Zentrum von La Romana verbinden: Parque Central, Markt und Kirche liegen nur zwei Kilometer vom Hafen entfernt.

Geführte Ausflüge ab Hafen La Romana

Altos de Chavón ist eines der wenigen Ziele in La Romana, das auf eigene Faust unkompliziert funktioniert. Wer es trotzdem mit anderen Zielen verbinden möchte – etwa mit der Tropfsteinhöhle Cueva de las Maravillas oder einer Zigarrenmanufaktur –, findet das als gebuchte Rundfahrt ab Hafen.

Die Highlights von La RomanaMeine Landausflüge Logo
Geführte Ausflüge

Die Highlights von La Romana

  • Besichtigung der Santa Rosa de Lima Kirche und des Obelisken in La Romana
  • Fahrt in das idyllische Künstlerdorf Altos de Chavón
  • Besuch einer  Zigarrenfabrik
  • Besuch der eindrucksvollen Höhle Cueva de las Maravillas
Natur pur: Erkundung des grünen DschungelsMeine Landausflüge Logo
Geführte Ausflüge

Natur pur: Erkundung des grünen Dschungels

  • Besuch des Nationalparks des Ostens
  • Wanderung auf dem ökologischen Pfad "Padre Nuestro"
  • Einblick in die exotische Tier- und Pflanzenwelt
  • Besichtigung der Höhle "Cueva de Chicho"
  • Besuch des Dorfes Benerito
  • Floßfahrt auf dem Fluss "Río Chavón"
  • Aufenthalt auf einer lokalen Farm mit vielfältigen Aktivitäten
  • Traditionelles dominikanisches Mittagessen und Kostproben der Taino-Küche inklusive

Weiterführende Tipps

Weitere Highlights in La Romana

  • Isla Catalina – die unbewohnte Insel vor der Küste, nur mit gebuchter Bootstour erreichbar
  • Isla Saona – die größte Insel des Landes im Nationalpark Cotubanamá, Anreise über Bayahibe
  • Bayahibe – Fischerdorf und Ausgangspunkt aller Bootstouren in den Nationalpark
  • Minitas Beach – gepflegter Strand der Casa-de-Campo-Anlage, der dem Hafen am nächsten liegt
  • Playa El Caletón – kleine geschützte Bucht bei Bayahibe, beliebt bei Einheimischen
  • La Romana im Überblick – Hafen, Mobilität vor Ort und alle Ausflugsziele auf einen Blick

Weitere Häfen in der Karibik

  • Philipsburg (St. Maarten) – Front Street, Maho Beach und die niederländisch-französische Doppelinsel
  • Belize City – Maya-Stätten im Regenwald und das längste Riff der Nordhalbkugel
  • George Town (Grand Cayman) – Stingray City, Seven Mile Beach und Tenderausschiffung
  • Cozumel – mexikanische Insel vor Yucatán mit Riffen am Palancar und Maya-Stätten auf dem Festland
  • Ocho Rios – Jamaikas Wasserfälle, Dschungelflüsse und Reggae-Geschichte

Karte

Häufige Fragen zu Altos de Chavón

Mit dem Taxi: Es sind rund acht Kilometer, die Fahrt dauert 15 bis 20 Minuten. Am Hafenausgang gilt ein Festpreis von 30 US-Dollar (rund 26 Euro) pro Fahrzeug, in dem eine Stunde Wartezeit enthalten ist; jede weitere Stunde kostet 15 US-Dollar (rund 13 Euro). Zu Fuß ist die Strecke nicht zu empfehlen, sie führt über Ausfallstraßen ohne durchgehenden Gehweg.

Das Dorf liegt auf dem Gelände des privaten Resorts Casa de Campo, und am Eingang wird von Tagesbesuchern eine Zutrittsgebühr verlangt. Die Angaben schwanken erheblich; am häufigsten genannt werden rund 25 US-Dollar (rund 21 Euro) pro Person. Tickets gibt es nur bis 17 Uhr. Das Archäologische Museum ist im Zutritt enthalten. Wer sichergehen will, bucht einen geführten Ausflug – dort ist der Zugang geregelt.

Das Dorf ist der Nachbau einer mediterranen Siedlung des 16. Jahrhunderts, ab 1976 aus regionalem Kalkstein von Hand errichtet. Sehenswert sind das Amphitheater mit 5.000 Plätzen, das 1982 mit einem Konzert von Frank Sinatra und Carlos Santana eröffnet wurde, die Kirche St. Stanislaus, das Archäologische Regionalmuseum mit über 3.000 Taíno-Fundstücken sowie die Werkstätten für Keramik, Serigrafie und Weberei.

Ein bis zwei Stunden reichen für das Dorf aus – es ist überschaubar, und außer Schauen, Fotografieren und Stöbern gibt es wenig zu tun. Da die erste Stunde Wartezeit im Taxipreis enthalten ist, passt der Besuch gut in einen halben Hafentag. Die übrige Zeit lässt sich mit einem Abstecher ins Zentrum von La Romana verbinden, das nur zwei Kilometer vom Hafen entfernt liegt.