Isla Saona auf eigene Faust ab La Romana
Das Wichtigste in Kürze
Die Isla Saona
Mit rund 110 Quadratkilometern ist die Isla Saona die größte Insel der Dominikanischen Republik – und sie gehört vollständig zum Nationalpark Cotubanamá, einem der größten Schutzgebiete des Landes. Hotels gibt es deshalb keine. Was Besucher vorfinden, sind flach abfallende Sandstrände, Mangroven, vorgelagerte Riffe und Palmen bis an die Wasserlinie.
Unbewohnt ist Saona allerdings nicht: Im Fischerdorf Mano Juan an der Südküste leben rund 350 Menschen, dazu kommt ein Militärposten im Westen. Vor den bunten Holzhäusern von Mano Juan liegt eine kleine Aufzuchtstation für Meeresschildkröten. Lange vor den Europäern nannten die Taíno die Insel Adamanay; in einer Höhle im Westen haben sie Felszeichnungen hinterlassen.
Das bekannteste Ziel ist die Piscina Natural, eine Sandbank weit draußen im Meer, auf der das Wasser nur hüfthoch steht und in der unzählige rote Seesterne liegen. Anfassen ist verboten – die Bestände gehen zurück, und die Tiere überstehen das Herausheben aus dem Wasser oft nicht. Weiter östlich liegt der lange, meist menschenleere Strand Canto de la Playa.
Anreise vom Hafen La Romana
Direkt vom Kreuzfahrtterminal führt kein Weg auf die Insel. Die Boote starten alle im Fischerdorf Bayahibe, rund 22 Kilometer östlich; bis zur Insel sind es vom Hafen aus insgesamt etwa 45 Kilometer. Am Terminalausgang hängt eine Preisliste für Taxis, verhandeln lässt sich dort wenig: Die Fahrt nach Bayahibe und zurück kostet rund 60 US-Dollar (rund 51 Euro) für bis zu fünf Personen und dauert je Strecke etwa 30 Minuten.
In Bayahibe verkaufen mehrere Anbieter Tagestouren nach Saona, je nach Boot und Leistungen für 44 bis 90 US-Dollar (rund 38 bis 77 Euro) pro Person. Zur Wahl stehen schnelle Speedboote und deutlich gemütlichere Katamarane; die meisten Touren kombinieren beides – hin mit dem Speedboot, zurück unter Segeln. Dazu kommt die Nationalparkgebühr von rund 5 US-Dollar (rund 4 Euro) pro Person. Einen Linienverkehr oder eine Fähre gibt es nicht.
Neun bis zehneinhalb Stunden dauert eine Standardtour ab Bayahibe – das klingt nach viel für einen Hafentag. Die Anbieter, die ab La Romana verkaufen, richten ihre Touren aber genau danach aus: Abholung, sobald das Schiff festgemacht hat, Rückkehr rechtzeitig vor der Bordzeit. Wer dagegen selbst in Bayahibe bucht, muss die Zeiten eigenhändig gegenrechnen, sollte eine verkürzte Speedboot-Variante vereinbaren und sich die Rückkehrzeit schriftlich geben lassen. Ein Boot, das man später einfach nehmen kann, existiert nicht.
Vor Ort auf der Insel
Saona ist kein Geheimtipp: Täglich kommen 1.000 bis 2.000 Besucher auf die Insel. An den Anlandungsstränden reiht sich mittags Boot an Boot, es gibt Buffets, Bars und Merengue aus dem Lautsprecher. Wer die stillen Seiten sucht, muss auf eine Tour achten, die auch Mano Juan oder Canto de la Playa anfährt – die günstigen Massenangebote tun das meist nicht.
Mitzunehmen sind Sonnenschutz, etwas Bargeld in US-Dollar für Getränke und Souvenirs in Mano Juan sowie Badeschuhe. Schatten gibt es fast nur unter den Palmen, und die Sonne auf dem offenen Boot wird unterschätzt.
Geführte Ausflüge ab Hafen La Romana
Weil die Zeit auf eigene Faust so knapp ist, greifen die meisten Kreuzfahrtgäste zu einem gebuchten Ausflug. Die Anbieter unten holen am Hafen ab, organisieren den Transfer nach Bayahibe und takten die Rückkehr auf die Abfahrtszeit des Schiffes.


Karibik pur: Isla Saona

Saona Crusoe VIP für Kreuzfahrtgäste

AIDAperla & AIDAdiva La Romana: Landausflug zur Insel Saona


Ab ins Paradies: Besuch der Isla Saona
Weiterführende Tipps
Weitere Highlights in La Romana
- Isla Catalina – die kleine Nachbarinsel direkt vor der Küste, in einer halben Stunde per Boot erreichbar
- Altos de Chavón – nachgebautes Künstlerdorf im Mittelmeerstil hoch über dem Río Chavón, rund acht Kilometer vom Hafen
- Bayahibe – Fischerdorf und Ausgangspunkt aller Bootstouren in den Nationalpark
- Minitas Beach – gepflegter Strand der Casa-de-Campo-Anlage, der dem Hafen am nächsten liegt
- Playa El Caletón – kleine geschützte Bucht bei Bayahibe, beliebt bei Einheimischen
- La Romana im Überblick – Hafen, Mobilität vor Ort und alle Ausflugsziele auf einen Blick
Weitere Häfen in der Karibik
- Philipsburg (St. Maarten) – Front Street, Maho Beach und die niederländisch-französische Doppelinsel
- Belize City – Maya-Stätten im Regenwald und das längste Riff der Nordhalbkugel
- George Town (Grand Cayman) – Stingray City, Seven Mile Beach und Tenderausschiffung
- Cozumel – mexikanische Insel vor Yucatán mit Riffen am Palancar und Maya-Stätten auf dem Festland
- Ocho Rios – Jamaikas Wasserfälle, Dschungelflüsse und Reggae-Geschichte


