Maho Beach auf eigene Faust ab Philipsburg
Das Wichtigste in Kürze
Der Maho Beach
Der Maho Beach ist ein schmaler Sandstreifen an der Südwestküste von Sint Maarten – und wäre ohne das, was direkt dahinter beginnt, kaum eine eigene Anreise wert. Hinter dem Strand liegt die Landebahn 10/28 des Princess Juliana International Airport, mit 2.300 Metern ausgesprochen kurz für einen Flughafen, den Langstreckenmaschinen anfliegen. Zwischen Wasserlinie und Bahnende liegt nur die schmale Beacon Hill Road, und weil die Schwelle unmittelbar hinter dem Strand beginnt, kommen die Maschinen extrem tief über den Sand herein.
Die Zeit der Jumbos ist allerdings vorbei: Die letzte planmäßige Boeing 747 der KLM landete im Oktober 2016 auf Sint Maarten. Die größten Maschinen im heutigen Flugplan sind die Airbus A330-200 von Air France und KLM, gelegentlich eine Boeing 787-9 der KLM sowie die Boeing 757 von Delta aus Atlanta und New York. Dazwischen liegt der Regionalverkehr mit kleineren Jets und Propellermaschinen, der über den Tag verteilt deutlich häufiger kommt.
Anreise vom Hafen Philipsburg
Vom Kreuzfahrtterminal auf Point Blanche sind es rund 13 Kilometer bis Maho, je nach Verkehr 25 bis 35 Minuten. Direkt am Terminal warten Taxis, die nach einem festen Zonentarif fahren: Zum Maho Beach kostet die Fahrt 20 US-Dollar (rund 17 Euro) – und zwar pro Fahrzeug für ein bis zwei Personen, jede weitere Person zahlt 9 US-Dollar (rund 8 Euro) zusätzlich. Die Rückfahrt ist darin nicht enthalten. Die Tarife hängen im Hafen aus, Taxameter gibt es nicht: den Preis vor dem Einsteigen bestätigen lassen und in bar bezahlen.
Günstiger wird es mit den Minibussen der Insel. Vom Pier führt ein rund 1,5 Kilometer langer Fußweg nach Philipsburg, alternativ bringt ein Wassertaxi in fünf Minuten zur Captain Hodge Pier mitten in Philipsburg – das Tagesticket kostet 6 US-Dollar (rund 5 Euro) und gilt für beliebig viele Fahrten. In der Stadt fahren von der Back Street Minibusse Richtung Simpson Bay und Maho, die Fahrt kostet rund 2 US-Dollar (rund 1,70 Euro). Einen Fahrplan gibt es nicht – die Busse fahren, wenn sie voll sind, und sind am Kennzeichen mit dem Anfangsbuchstaben „B“ zu erkennen. Für den Rückweg großzügig planen: An Tagen mit mehreren Kreuzfahrtschiffen steht der Verkehr rund um Simpson Bay regelmäßig.
Vor Ort am Maho Beach
Der Besuch steht und fällt mit dem Timing, denn zwischen den einzelnen Wellen an Flugbewegungen liegen lange ruhige Phasen. Die großen Maschinen kommen gebündelt am frühen Nachmittag: Die Ankünfte liegen meist zwischen 12:40 und 13:45 Uhr, die Abflüge folgen zwischen 14:10 und 15:35 Uhr. Für Kreuzfahrtgäste passt das gut, solange das Schiff nicht schon am frühen Nachmittag ablegt. Wer sichergehen will, sieht vorher in eine Flugverfolgungs-App oder in die Ankunftsliste des Flughafens.
Am Strand hängt an der Sunset Bar & Grill ein altes Surfbrett, auf dem die Flugzeiten mit Kreide notiert werden; über Lautsprecher läuft zusätzlich der Funkverkehr zwischen Tower und Cockpit mit. Getränke, Liegen und Toiletten gibt es bei den Strandbars, für die Toilette wird meist ein US-Dollar fällig. Der Strand selbst ist frei zugänglich, Eintritt wird nirgends verlangt.
Ein Punkt ist kein Spaß: der Strahl der Triebwerke. Startende Maschinen drehen unmittelbar hinter dem Zaun am Bahnende auf, und wer sich dort festhält, bringt sich in Lebensgefahr – 2017 starb eine 57-jährige Neuseeländerin, die vom Triebwerksstrahl gegen einen Betonblock geschleudert wurde. An mehreren Stellen stehen deshalb Warnschilder. Auch auf dem Strand selbst reißt der Strahl Sand und lose Gegenstände mit: Handtücher, Brillen und Kameras gehören dabei festgehalten.
Zum Baden ist Maho nur bedingt geeignet. Der Strand ist schmal, hat seit Hurrikan Irma im September 2017 spürbar Sand verloren und fällt steil ab, die Brandung ist entsprechend kräftig. Wer vor allem ins Wasser will, ist am benachbarten Mullet Bay Beach oder am Simpson Bay Beach deutlich besser aufgehoben – beide liegen auf dem Weg und lassen sich mit dem Flugzeugstrand gut verbinden.
Geführte Ausflüge ab Hafen Philipsburg
Auf eigene Faust ist Maho Beach unkompliziert: Das Taxi steht am Terminal, die Strecke ist kurz, und die Rückfahrt lässt sich jederzeit organisieren. Wer den Strandbesuch aber mit der französischen Inselseite, mit Marigot oder mit einer Rundfahrt verbinden möchte, fährt mit einem gebuchten Ausflug meist entspannter – Wartezeiten, Getränke und der Rückweg zum Schiff sind dort schon eingeplant.


Strandtransfer zum berühmten Maho Beach

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St. Maarten’s schönste Strände

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Weiterführende Tipps
Weitere Highlights in Philipsburg (St. Maarten)
- Mullet Bay Beach – der beliebteste Badestrand der Insel, nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt
- Simpson Bay Beach – langer Sandstrand mit Restaurants und Wassersport, auf halbem Weg nach Maho
- Great Bay Beach – der Stadtstrand von Philipsburg, direkt an der Boardwalk und zu Fuß erreichbar
- Little Bay Beach – ruhige Bucht zwischen Philipsburg und Fort Amsterdam
- Spaziergang durch Philipsburg – Front Street, Boardwalk und die bunten Holzhäuser der Altstadt
- St. Maarten Museum – kleines Inselmuseum an der Front Street zur Geschichte der Doppelinsel
- Philipsburg (St. Maarten) im Überblick – Hafen, Mobilität vor Ort und alle Ausflugsziele auf einen Blick
Weitere Häfen in der Karibik
- Belize City – Maya-Stätten im Regenwald und das zweitgrößte Riffsystem der Welt
- George Town (Grand Cayman) – Stingray City, Seven Mile Beach und Tenderausschiffung
- Willemstad (Curaçao) – bunte Handelshäuser am Sint Annabaai und Hausriffe direkt vor der Küste
- Cozumel – mexikanische Insel vor Yucatán mit Riffen am Palancar und Maya-Stätten auf dem Festland
- Ocho Rios – Jamaikas Wasserfälle, Dschungelflüsse und Reggae-Geschichte



