Entdecke Pisa auf eigene Faust ab Livorno
Das Wichtigste in Kürze
- Vom Hafen Livorno sind es rund 23 Kilometer nach Pisa; die Anreise erfolgt per Zug, Bus, Taxi oder geführtem Transfer.
- Pisa zählt rund 90.000 Einwohner und liegt malerisch am Arno in der nordwestlichen Toskana.
- Der Schiefe Turm auf der Piazza dei Miracoli neigt sich seit dem 12. Jahrhundert um knapp vier Grad zur Seite.
- Auf der Piazza dei Miracoli versammeln sich Dom, Baptisterium, Camposanto und Glockenturm zu einem einzigartigen Ensemble.
- Vom Bahnhof Pisa Centrale sind es rund 1,5 Kilometer bis zum Domplatz mit dem Schiefen Turm.
- Für den Aufstieg auf den Schiefen Turm gelten Zeitfenster-Tickets, die in der Hochsaison rasch ausgebucht sind.
Pisa auf eigene Faust
Pisa zählt zu den meistbesuchten Tagesausflugszielen ab dem Kreuzfahrthafen Livorno. Die toskanische Stadt mit rund 90.000 Einwohnern liegt etwa 23 Kilometer vom Hafen entfernt und ist auf mehreren Wegen gut erreichbar. Hauptanziehungspunkt ist die Piazza dei Miracoli mit dem weltberühmten Schiefen Turm, dem Dom Santa Maria Assunta, dem Baptisterium und dem Camposanto. Das Ensemble zählt seit 1987 zum UNESCO-Welterbe und macht Pisa zu einer der bedeutendsten Kunststädte Italiens. Für einen Halbtagesausflug reichen rund vier bis fünf Stunden inklusive An- und Rückreise; wer auch das übrige Stadtgebiet rund um den Arno erkunden möchte, plant besser einen ganzen Tag ein.
Vom Hafen Livorno nach Pisa auf eigene Faust
Der Kreuzfahrthafen Livorno liegt in einem aktiven Industrieareal, das nicht zu Fuß verlassen werden darf. Vom Liegeplatz fährt ein Hafenshuttle zur Haltestelle in der Via Cogorano am Piazza Grande in der Innenstadt; je nach Reederei kostet die Fahrt zwischen 5 und 10 Euro pro Person. Von dort aus stehen mehrere Verkehrsmittel für die rund 23 Kilometer lange Strecke nach Pisa zur Verfügung – vom günstigen Regionalzug über Überlandbusse und Taxis bis hin zu organisierten Transfers mit Pünktlich-zurück-Garantie zum Schiff.
Geführte Ausflüge ab/bis Hafen
Wer sich die Organisation der Anreise nicht selbst zumuten möchte oder den Tag bequem gestalten will, findet in geführten Transfers eine entspannte Alternative zur Bahn oder zum Überlandbus. Die Abholung erfolgt direkt am Kreuzfahrtterminal, wodurch der Umweg über den Hafenshuttle und die Suche nach dem richtigen Verkehrsmittel entfällt. Vor Ort in Pisa bleibt jeweils ausreichend Freizeit, um Piazza dei Miracoli und Stadtzentrum auf eigene Faust zu erkunden – ohne starre Gruppenführungen oder enge Zeitfenster.
Die Anbieter haben sich auf Kreuzfahrtgäste spezialisiert und garantieren die rechtzeitige Rückkehr zum Schiff, auch wenn Verkehr oder unvorhergesehene Zwischenfälle die Rückfahrt verzögern sollten. Über Meine-Landausflüge* lassen sich Transfers in kleinen Gruppen buchen, die häufig deutlich günstiger sind als vergleichbare Reederei-Angebote. Neben dem reinen Pisa-Transfer stehen auch Kombinationen mit Lucca, Florenz oder den Cinque Terre zur Auswahl – ideal für alle, die mehrere Highlights der Toskana an einem Tag verbinden möchten.
Mit dem Überlandbus nach Pisa
Direkt am Shuttlestopp Via Cogorano starten Überlandbusse, die ohne Umsteigen in die Nähe der Piazza dei Miracoli fahren. Anbieter wie Tuscany Bus bringen Kreuzfahrtgäste in rund 40 Minuten direkt nach Pisa. Hin- und Rücktransport kostet rund 17 Euro pro Person; die Busse verkehren ausschließlich an Tagen mit Kreuzfahrtanläufen, weshalb eine Vorabbuchung über die Anbieter-Website empfohlen wird.
Der Vorteil gegenüber der Bahn liegt in der direkten Verbindung ohne Umsteigen und ohne zusätzlichen Stadtbus in Pisa. Der Nachteil sind feste Abfahrtszeiten – wird der Bus verpasst, ist eine Rückkehr nur über die Bahn oder ein Taxi möglich
Über Meine-Landausflüge kann ein begleiteter Transfer nach Pisa* gebucht werden. Über GetYourGuide* können Kombitickets für eine Fahrt nach Florenz gebucht werden.
Mit dem Taxi nach Pisa
Lokale Taxiunternehmen bieten an den Cruise Terminals Pauschalfahrten nach Pisa zum Festpreis an, meist inklusive einer Wartezeit von rund zwei Stunden vor Ort. Der Preis pendelt sich für eine Hin- und Rückfahrt mit Wartezeit bei rund 120 bis 150 Euro für bis zu vier Personen ein. Bei nur einer Fahrtrichtung ohne Rückwarte sind etwa 50 bis 70 Euro üblich. Es empfiehlt sich, den Preis vor Antritt der Fahrt verbindlich mit dem Fahrer abzusprechen – einige Anbieter offerieren gegen Aufpreis kombinierte Touren nach Pisa und Lucca oder durch die toskanische Hügellandschaft.
Uber ist in Livorno und Pisa nicht verfügbar; lokale Funkmietwagen-Apps wie itTaxi sind hingegen nutzbar.
Mit der Bahn nach Pisa
Die preiswerteste Verbindung ist die Bahn. Vom Shuttlestopp Via Cogorano fährt der Stadtbus der Linie LAM Blu in rund zehn Minuten zum Bahnhof Livorno Centrale; ein Einzelticket kostet etwa 1,50 Euro und ist im Tabacchi sowie an Ticketautomaten erhältlich. Alternativ ist der Bahnhof zu Fuß in 25 bis 30 Minuten erreichbar.
Vom Bahnhof Livorno Centrale verkehren Regionalzüge der Trenitalia tagsüber im Halbstundentakt nach Pisa Centrale. Die Fahrt dauert je nach Verbindung zwischen 13 und 20 Minuten, ein einfaches Ticket im Regionalzug liegt bei rund 3 Euro, das Hin- und Rückticket bei etwa 5,40 Euro. Tickets sind vorab online über die Website der italienischen Bahn (trenitalia.com) sowie am Schalter und an den mehrsprachigen Automaten am Bahnhof erhältlich. Vor dem Einsteigen muss das Papierticket entwertet werden – die Entwerter stehen am Bahnsteig.
Vom Bahnhof Pisa Centrale sind es rund 1,5 Kilometer bis zur Piazza dei Miracoli. Die Strecke lässt sich zu Fuß in 20 bis 25 Minuten zurücklegen – die Route führt über die Einkaufsstraße Corso Italia und über den Arno entlang Borgo Stretto direkt zum Domplatz. Wer Zeit sparen möchte, nutzt die Stadtbus-Linie LAM Rossa vom Bahnhofsvorplatz bis zur Haltestelle „Torre" an der Piazza dei Miracoli.
Sehenswürdigkeiten in Pisa
Das Herz von Pisa schlägt auf der Piazza dei Miracoli, die seit 1987 zum UNESCO-Welterbe zählt. Auf dem weiten Rasenplatz versammeln sich vier herausragende Bauwerke aus weißem Marmor zu einem einzigartigen Ensemble.
Schiefer Turm
Wahrzeichen Pisas und freistehender Glockenturm des Doms ist der berühmte Schiefe Turm (Campanile). Sein Bau begann 1173, doch bereits in der dritten Etage senkte sich das Bauwerk auf der Süd-Ost-Seite ab – ein Umstand, der zu einer Bauunterbrechung von fast 100 Jahren führte. Heute neigt sich der 56 Meter hohe Turm um knapp vier Grad zur Seite. Der Aufstieg über 294 Stufen führt zu einem Panoramablick über die Stadt und ist nur mit zeitgebundenen Tickets möglich.
Dom Santa Maria Assunta
Der Dom Santa Maria Assunta gilt als Hauptwerk der pisanisch-romanischen Architektur. Im 11. Jahrhundert begonnen und mit fünf Schiffen errichtet, beeindruckt die Kathedrale durch ihre prachtvolle Marmorfassade mit blinden Arkaden, die mächtigen Bronzetüren von Bonanno Pisano sowie die berühmte Marmor-Kanzel von Giovanni Pisano im Inneren. Der Eintritt ist in Verbindung mit anderen Tickets der Piazza dei Miracoli möglich.
Baptisterium San Giovanni
Mit 54 Metern Höhe und einem Durchmesser von rund 35 Metern ist das Baptisterium San Giovanni das größte seiner Art in Italien. Der Rundbau wurde ab 1153 begonnen und vereint romanische Untergeschosse mit gotischen Verzierungen im Obergeschoss. Berühmt ist das Baptisterium vor allem für seine außergewöhnliche Akustik unter der Kuppel – Wachpersonal demonstriert diese mehrmals täglich mit kurzen Gesangsdarbietungen. Im Inneren fasziniert die Kanzel von Nicola Pisano aus dem 13. Jahrhundert.
Camposanto Monumentale
Der Camposanto Monumentale ist der monumentale Friedhof am Nordrand der Piazza dei Miracoli. Der Bau begann 1278 und sollte ursprünglich die ältesten und vornehmsten Familien Pisas beherbergen. Eine Besonderheit ist die Erde im Innenhof, die der Legende nach im 12. Jahrhundert mit Schiffen aus dem Heiligen Land herangebracht wurde. Bemerkenswert sind die Wandfresken aus dem 14. Jahrhundert, darunter der „Triumph des Todes", die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und seither aufwendig restauriert wurden.
Außerhalb der Piazza dei Miracoli lohnt ein Spaziergang über die Piazza dei Cavalieri mit dem prächtigen Palazzo della Carovana sowie entlang des Arno mit der filigranen Kirche Santa Maria della Spina. Die Einkaufsstraße Borgo Stretto lädt mit überdachten Arkaden zum Bummeln ein, während der Mercato delle Vettovaglie ein authentisches Stück toskanischen Alltag zeigt. Zur lokalen Küche gehören die Cecìna, ein Fladen aus Kichererbsenmehl, sowie kräftige Rotweine aus den Pisaner Hügeln.
Tipp: Der Aufstieg auf den Schiefen Turm ist nur mit Zeitfenster-Tickets möglich, die häufig schon Wochen im Voraus ausgebucht sind. Wer den Turm erklimmen möchte, sollte das Ticket frühzeitig online reservieren – idealerweise bereits zusammen mit der Buchung des Landausflugs. In den Sommermonaten empfiehlt sich der frühe Vormittag: Die Piazza dei Miracoli ist dann noch wenig besucht, und das warme Morgenlicht sorgt für die schönsten Fotomotive.
Weitere Tipps
Weitere Highlights in der Umgebung
Neben dem Ausflug nach Pisa bieten sich rund um den Hafen Livorno weitere lohnenswerte Ziele in der Toskana an:
- Florenz – Wiege der Renaissance mit Uffizien, Dom Santa Maria del Fiore und der Ponte Vecchio; gut per Zug oder organisiertem Transfer ab Livorno erreichbar.
- Lucca – mittelalterliche Stadt mit vollständig erhaltener Stadtmauer, dem Geburtshaus von Giacomo Puccini und atmosphärischen Piazzen.
- Sehenswürdigkeiten in Livorno – das Viertel Venezia Nuova mit seinen Kanälen, die Festungen der Medici und die Terrazza Mascagni am Meer.
Weitere Häfen der Region
Auch andere italienische Mittelmeerhäfen rund um die Toskana eignen sich hervorragend für Landausflüge auf eigene Faust:
- La Spezia – Tor zu den Cinque Terre und der ligurischen Küste mit ihren fünf bunten Fischerdörfern.
- Genua – ehemalige Seemacht und Hafenstadt mit historischem Zentrum aus engen Gassen und prächtigen Palazzi.
- Civitavecchia (Rom) – wichtigster römischer Kreuzfahrthafen und Ausgangspunkt für Tagesausflüge zum Kolosseum, in den Vatikan und zum Forum Romanum.
- Ajaccio – korsische Hauptstadt und Geburtsort Napoleons mit mediterraner Altstadt und herrlichen Buchten.
- Cagliari – Hauptstadt Sardiniens mit dem Festungsviertel Castello, weitläufigen Stränden und antiken römischen Spuren.







