Vøringsfossen auf eigene Faust ab Eidfjord – Treppenbrücke, Fossli Hotel und Måbødalen
Das Wichtigste in Kürze
Der Vøringsfossen
Der Vøringsfossen ist der bekannteste Wasserfall Norwegens und für die meisten Kreuzfahrtgäste in Eidfjord das Ziel des Hafentags. Der Fluss Bjoreio stürzt am Rand der Hochebene Hardangervidda 182 Meter tief ins Måbødalen, allein der längste freie Fall misst 163 Meter. Seit August 2020 führt eine Treppenbrücke mit 99 Stufen quer über die Schlucht und verbindet die Aussichtsplattformen auf beiden Seiten.
Sehenswert ist dabei nicht nur der Wasserfall selbst, sondern auch der Weg dorthin: Die Reichsstraße 7 zieht sich durch das enge Måbødalen, vorbei an der alten Serpentinenstraße und durch mehrere Kehrtunnel hinauf auf rund 700 Meter Höhe. Wie diese Strecke zurückgelegt wird, bestimmt den Zeitplan des ganzen Hafentags.
Tipp: An Tagen mit mehreren Schiffen sind die Shuttlebusse am Kai oft schon vormittags ausgebucht. Wer den Platz vor der Reise bucht, hat ihn sicher – und bei den meisten Anbietern zugleich die Zusage, rechtzeitig zurück am Schiff zu sein.

Vøringsfossen-Wasserfall & Spaziergang auf der Sky Bridge
2 weitere HighlightsWeniger anzeigen
Anreise vom Hafen Eidfjord
Vom Kreuzfahrtkai mitten im Ort sind es rund 18 Kilometer bis zum Vøringsfossen, die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Die Strecke folgt durchgehend der Reichsstraße 7 über Øvre Eidfjord ins Måbødalen und steigt dabei auf rund 700 Meter an. Vier Möglichkeiten führen hinauf.
Mit Shuttlebus oder gebuchtem Ausflug
Shuttle- und Reisebusse starten an Anlauftagen direkt am Kai, die Touristeninformation liegt nur wenige Meter vom Liegeplatz entfernt. Eine reine Shuttlefahrt dauert rund zweieinhalb Stunden und lässt etwa eine Stunde Zeit am Wasserfall – genug für die Treppenbrücke, die Plattformen und einen kurzen Rundgang. Geführte Touren mit Stopps am Naturzentrum, am Sysen-Damm oder auf der Hardangervidda brauchen dreieinhalb bis vier Stunden. Die Plätze sind in beiden Fällen begrenzt und an vollen Anlauftagen schnell vergeben.

Vøringsfossen-Wasserfall & Norwegisches Naturzentrum
3 weitere HighlightsWeniger anzeigen
Linienbus 991
Die Linie 991 von Skyss verbindet Eidfjord über Øvre Eidfjord mit Geilo und hält unterwegs an der Haltestelle Fossatromma unmittelbar am Wasserfall. Die Fahrt dauert knapp eine halbe Stunde und kostet rund 50 norwegische Kronen, bezahlt wird im Bus mit Karte. Der Haken ist der Takt: Es verkehren nur zwei Verbindungen am Tag, Hin- und Rückfahrt passen deshalb selten zur Liegezeit. Ein Blick in den aktuellen Fahrplan von Skyss gehört vor den Aufbruch.
Mit dem Taxi
Taxis stehen am Kai und lassen sich über die Touristeninformation ordern. Üblich sind rund 700 Kronen je Stunde; für Hinfahrt, Aufenthalt und Rückfahrt sind etwa zwei Stunden zu veranschlagen. Der Preis gilt pro Fahrzeug – auf vier Personen verteilt liegt er in der Größenordnung eines Shuttletickets. Preis und Wartezeit vor dem Einsteigen bestätigen lassen, ein Taxameter gibt es auf dieser Strecke nicht.
Mit dem Mietwagen
Im Ort vermietet Eidfjord Autorent Fahrzeuge, die Zahl der Wagen ist allerdings klein und eine Reservierung im Voraus nötig. Der eigene Wagen lohnt vor allem dann, wenn neben dem Wasserfall noch der Sysen-Damm, die Hochebene Hardangervidda oder der Bergbauernhof Kjeåsen auf dem Plan stehen. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und führt durch mehrere Tunnel; am Ziel stehen zwei Parkplätze zur Verfügung, einer am Fossli Hotel und einer an der Reichsstraße 7 bei Fossatromma.
Ausflüge ab Hafen Eidfjord
Der Vøringsfossen lässt sich ohne Führung erleben: Der Zugang ist frei, die Wege sind ausgebaut und beschildert, und wer nur den Wasserfall sehen möchte, kommt mit einem Shuttleticket am günstigsten hin. Für den gebuchten Ausflug sprechen die Planungssicherheit an vollen Anlauftagen und die Kombination mit Zielen, die auf eigene Faust kaum zu erreichen sind – dem Naturzentrum in Øvre Eidfjord, dem Sysen-Damm oder der Hochebene Hardangervidda. Einen Überblick über alle Angebote gibt die Seite Landausflüge in Eidfjord.

Vøringsfossen-Wasserfall & Spaziergang auf der Sky Bridge
2 weitere HighlightsWeniger anzeigen

Vøringsfossen-Wasserfall & Norwegisches Naturzentrum
3 weitere HighlightsWeniger anzeigen


Das Beste von Eidfjord: Hardangervidda-Plateau, Vøringsfossen Wasserfall & Staudamm
1 weiteres HighlightWeniger anzeigen

Vøringfossen Wasserfall Naturtour mit Führung
2 weitere HighlightsWeniger anzeigen
Vor Ort am Vøringsfossen
Die Anlage rund um den Wasserfall ist zwischen 2015 und 2024 in mehreren Bauabschnitten neu entstanden, entworfen vom Architekten Carl-Viggo Hølmebakk im Rahmen der Norwegischen Landschaftsrouten. Zwei Zugänge führen zum Fall: der ältere beim Fossli Hotel, gut einen Kilometer abseits der Hauptstraße, und der neuere am Aussichtspunkt Fossatromma direkt an der Reichsstraße 7. Beide sind durch ein Netz aus Wegen, Stegen und Plattformen miteinander verbunden.
Die Treppenbrücke über die Schlucht
Das Wahrzeichen der Anlage ist die im August 2020 eröffnete Treppenbrücke. Sie misst 47 Meter, zählt 99 Stufen und führt genau über die Schlucht oberhalb des Wasserfalls – unter den Füßen stürzt das Wasser in die Tiefe. Sie verbindet die Plattformen bei Fossli mit denen bei Fossatromma und macht aus beiden Seiten einen Rundweg. Schwindelfreiheit ist dabei von Vorteil.
Aussichtsplattformen und Wege
Vom Fossli Hotel führen mehrere Stege zu Plattformen an der Felskante oberhalb des Falls, durchgehend gesichert mit Geländern und Netzen. Ein Rundgang über die Treppenbrücke, die Plattformen bei Fossatromma und die alte Steinbrücke von 1915 dauert je nach Tempo 30 Minuten bis anderthalb Stunden. Schwierig ist keiner der Wege, nass und rutschig können sie aber sein.
Fossli Hotel
Das Fossli Hotel eröffnete 1891 – 25 Jahre bevor überhaupt eine Straße zum Wasserfall führte; Baumaterial und Gäste kamen bis dahin über den Saumpfad durchs Måbødalen. Edvard Grieg war hier Stammgast und komponierte während seiner Aufenthalte, sein Klavier steht bis heute im Haus. Auch für Tagesgäste lohnt der Stopp: norwegische Waffeln mit Blick auf die Schlucht gehören zu den festen Erinnerungen einer Vøringsfossen-Tour.
Wanderung zum Fuß des Wasserfalls
Von der Reichsstraße 7 bei Storegjel führt ein gut einen Kilometer langer Pfad hinunter ins Måbødalen bis zur Hängebrücke unterhalb des Falls. Der Weg ist steil, steinig und bei Nässe rutschig, feste Schuhe sind Pflicht. Hin und zurück dauert die Wanderung rund zwei Stunden und passt deshalb nur in einen langen Hafentag – dafür zeigt sie den Vøringsfossen aus der Perspektive, aus der ihn die Reisenden des 19. Jahrhunderts sahen.
Wann der Wasserfall am meisten Wasser führt
Der Vøringsfossen liegt auf rund 700 Metern Höhe am Rand der Hardangervidda. Die größten Wassermengen führt er im Frühsommer, wenn das Schmelzwasser der Hochebene in den Bjoreio drückt. Weil der Fluss oberhalb für das Kraftwerk Sima aufgestaut ist, gilt im Sommer ein Mindestdurchfluss von zwölf Kubikmetern je Sekunde – trocken fällt der Fall also nie. Die Kreuzfahrtsaison von Mai bis Oktober deckt sich mit der besten Besuchszeit; im Winter sind die Treppenbrücke und Teile der Wege gesperrt.
Praktische Tipps
- Eintritt: frei, auch für die Treppenbrücke und sämtliche Plattformen
- Höhe: rund 700 Meter über dem Meer – oben ist es regelmäßig kühler und windiger als unten am Fjord
- Saison der Anlage: Parkplätze und Toiletten sind in der Regel von April bis Oktober geöffnet
- Zeitbedarf: für Hinfahrt, Aufenthalt und Rückfahrt mindestens zweieinhalb Stunden einplanen
- Barrierefreiheit: Die Treppenbrücke ist für Rollstühle und Kinderwagen nicht geeignet, einzelne Plattformen unterhalb des Fossli Hotels lassen sich dagegen gut erreichen
- Mitnehmen: wetterfeste Jacke, feste Schuhe, Wasser und Kamera
Weiterführende Tipps
Weitere Highlights in Eidfjord
Bleibt nach dem Wasserfall noch Zeit, lohnt ein zweites Ziel im Ort:
- Eidfjord zu Fuß: der Rundgang durch den Ort, der direkt am Kreuzfahrtkai beginnt.
- Alle Sehenswürdigkeiten in Eidfjord auf der Übersicht.
Mehr zum Hafen Eidfjord
Wo die Schiffe festmachen und was rund um den Liegeplatz zu finden ist, steht auf der Seite Kreuzfahrthafen Eidfjord. Taxis, Busse und die Wege in die Umgebung sind unter Mobilität in Eidfjord zusammengefasst.
Weitere Häfen in Nordeuropa
Wer auf der Route weitere Häfen Nordeuropas anläuft, findet auch dort lohnende Ziele:
- Bergen: Hansestadt am Fjord mit der Häuserzeile Bryggen und der Standseilbahn auf den Fløyen.
- Flåm: Endpunkt des Aurlandsfjords und Startbahnhof der Flåmsbana.
- Stavanger: Tor zum Lysefjord und zum Preikestolen, mit Altstadt aus weißen Holzhäusern.
- Haugesund: Wikingerhafen mit Zugang zur Insel Karmøy.
- Geiranger: Fjordhafen zwischen Wasserfällen, mit dem Aussichtspunkt Dalsnibba über dem Ort.
- Ålesund: Jugendstilstadt auf mehreren Inseln, überblickt vom Hausberg Aksla.
- Alle Häfen Nordeuropas auf der Übersicht.




