RIB-Safari auf dem Geirangerfjord auf eigene Faust
Das Wichtigste in Kürze
Die RIB-Safari auf dem Geirangerfjord
Der Geirangerfjord ist der Grund, warum die Schiffe überhaupt hierherfahren – vom Sonnendeck aus liegt er weit unten zwischen den Wänden. Die RIB-Safari dreht diese Perspektive um: Das offene Boot fährt auf Augenhöhe mit dem Wasser, dicht an die Felsen und unter die Wasserfälle. RIB steht für Rigid Inflatable Boat, ein Festrumpfschlauchboot mit starrem Kiel und Luftschläuchen an den Seiten – schnell, wendig und für höchstens zwölf Personen. Das bestimmt auch den Ton der Fahrt: kein Aussichtsdeck, sondern eine Handvoll Leute in Overalls. Für einen Hafentag ist es die kürzeste Art, auf den Fjord zu kommen, denn eine Busfahrt ins Umland entfällt.
Was die Fahrt zeigt
Der Geirangerfjord ist an seiner engsten Stelle kaum 600 Meter breit, die Wände steigen fast senkrecht auf. Vom Wasser aus wirkt das anders als von der Reling des Kreuzfahrtschiffs: Das Schlauchboot fährt dicht an die Felswand heran, bis die Gischt der Wasserfälle spürbar wird. Angesteuert werden die drei bekannten Fälle – die Sieben Schwestern, der Freier gegenüber und der Brautschleier – dazu die verlassenen Fjordhöfe an den Hängen, allen voran Skageflå. Unterwegs erzählen die Bootsführer, wie dort oben jahrhundertelang gewirtschaftet wurde. Mit etwas Glück zeigen sich Schweinswale oder ein Seeadler.
Wie die Fahrt abläuft
Eingeplant wird rund eine Stunde ab Treffpunkt, davon etwa 45 bis 50 Minuten auf dem Wasser. Der Rest geht für die Einweisung und das Umziehen drauf: In der Basis bekommt jeder Schwimmweste, wetterfesten Overall und Brille, dazu eine kurze Sicherheitsunterweisung. Mehr als zwölf Personen sitzen nicht in einem Boot, geführt wird auf Englisch. Warme Kleidung unter dem Overall lohnt sich – auf dem Fjord ist es auch im Hochsommer kühl, und nass wird man ohnehin. Kameras und Telefone gehören in eine wasserdichte Hülle.
Anreise vom Hafen Geiranger
Der Treffpunkt liegt im Ort selbst, ein Transfer ist nicht nötig. Zu überbrücken ist nur der Weg vom Schiff an Land und von dort ein kurzes Stück am Wasser entlang.
Vom Schiff an Land
Geiranger ist ein Tenderhafen: Die Schiffe ankern in der Bucht, an Land geht es per Tenderboot oder über den mobilen Seawalk. Beide enden mitten im Ort. Der Seawalk bringt dabei einen deutlichen Zeitvorteil – liegen zwei oder drei Schiffe gleichzeitig in der engen Bucht, dauert die Tenderfahrt entsprechend länger.
Zu Fuß zur Geiranger Brygge
Vom Anleger sind es nur wenige Gehminuten. Der Treffpunkt liegt an der Touristeninformation; von dort führt der Guide die Gruppe zur Basis, einem alten Fischerhaus rund 100 Meter hinter dem Kai. Taxi, Bus und Mietwagen werden in Geiranger erst für die Höhenstraßen gebraucht, für diese Fahrt nicht.
Auf eigene Faust oder mit gebuchtem Ausflug
Die RIB-Safari lässt sich vollständig auf eigene Faust unternehmen: Die Anbieter sitzen direkt am Kai, die Abfahrtszeiten stehen online, und der Weg dorthin ist kürzer als jede Wartezeit am Tenderboot. Eine Stunde Fahrt passt in jede Liegezeit. Der einzige Haken ist die Kapazität – zwölf Plätze pro Boot sind schnell vergeben, wenn zwei oder drei Schiffe gleichzeitig in der Bucht liegen. Wer nicht auf gut Glück hingehen möchte, bucht vorab. Zwei Angebote starten in Geiranger: die RIB-Fjordsafari von Meine Landausflüge* und die Fjordsafari über GetYourGuide*. Beide fahren dieselbe Strecke; der Unterschied liegt im Verspätungsschutz, den Meine Landausflüge mitliefert.


Rasante RIB-Fjordsafari in den Geirangerfjord

RIB Geiranger – Fjordsafari

Geführte Bootstour auf dem Geirangerfjord
Praktische Hinweise
Die Boote fahren von etwa April bis November, in der Kreuzfahrtsaison mehrmals täglich. Bei Sturm oder hohem Wellengang wird abgesagt; gebuchte Fahrten lassen sich in der Regel bis 24 Stunden vorher kostenfrei stornieren. Das Mindestalter liegt bei drei Jahren, Kinder fahren nur in Begleitung. Schwangeren sowie Personen mit Rücken-, Nacken- oder Beckenbeschwerden raten die Anbieter von der Fahrt ab – das Boot schlägt hart in die Wellen. Wer es ruhiger mag, findet in Geiranger auch die klassische Fjordfähre nach Hellesylt und geführte Kajaktouren.
Geführte Ausflüge ab Hafen Geiranger


Rasante RIB-Fjordsafari in den Geirangerfjord

RIB Geiranger – Fjordsafari

Geführte Bootstour auf dem Geirangerfjord
Weiterführende Tipps
Weitere Highlights in Geiranger
- Skywalk Dalsnibba – die Aussichtsplattform hoch über dem Fjord
- Kajaktouren, Wanderungen und der Ortsspaziergang auf der Highlight-Übersicht
Mehr zum Hafen Geiranger
- Der Kreuzfahrthafen Geiranger – Tender, Seawalk und die Wege an Land
- Mobilität in Geiranger – Bus, Taxi, Mietwagen und Fahrrad
Weitere Häfen in Nordeuropa
Wer auf seiner Kreuzfahrt mehrere Ziele in Nordeuropa anläuft, findet in den umliegenden Häfen ebenfalls vielfältige Ausflugsmöglichkeiten:
- Ålesund: Jugendstilstadt am Meer, Aussicht vom Aksla-Berg und Ausgangspunkt für Fahrten in die umliegenden Fjorde.
- Eidfjord: Tor zum Hardangerfjord mit dem Wasserfall Vøringsfossen und der Hochebene Hardangervidda.
- Flåm: Endpunkt des Aurlandsfjords mit der Flåmbahn und dem Aussichtspunkt Stegastein.
- Bergen: Hafenviertel Bryggen mit UNESCO-Status, Fischmarkt, Fløibahn und Tore zur Fjordwelt.


