Preikestolen auf eigene Faust entdecken
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preikestolen (Kanzelfelsen) ist eines der bekanntesten Natur-Highlights Norwegens und liegt rund 604 Meter über dem Lysefjord.
- Der Aussichtspunkt ist nur zu Fuß erreichbar: ab dem Preikestolen BaseCamp ca. 8 km (hin und zurück) und meist etwa 4 Stunden Gehzeit.
- Der Weg ist gut angelegt, aber teils felsig und anspruchsvoll; feste Wanderschuhe sowie wetterfeste Kleidung sind wichtig, da das Wetter schnell wechseln kann.
- Vom Kreuzfahrthafen Stavanger bis zum Preikestolen BaseCamp sind es etwa 40 km; gängig sind organisierte Transfers, der Preikestolen Express Bus ab Stavanger-Zentrum oder die Kombination aus Fähre Stavanger–Tau und Weiterfahrt ab Jørpeland.
- In der Hauptsaison wird es am Felsplateau oft voll; als Alternative bietet sich eine Lysefjord-Bootstour an, bei der der Preikestolen vom Wasser aus zu sehen ist (Fjordkreuzfahrt oder RIB-Tour).
Der Preikestolen ist eines der beeindruckendsten Naturwunder Norwegens und zieht jährlich Tausende von Besuchern aus aller Welt an. Die Felskanzel erhebt sich mit ihren imposanten 604 Metern über den türkisblauen Lysefjord und bietet ein Panorama, das seinesgleichen sucht. Die Aussicht auf die schroffe Fjordlandschaft und die umliegenden Bergketten ist schlicht überwältigend. Allein der Aufstieg zur Plattform ist ein Erlebnis, das die Wanderer tief in die unberührte Natur Norwegens eintauchen lässt. Dichter Nadelwald, moosbedeckte Felsbrocken und idyllische Seen säumen den Weg und machen die Wanderung zu einem einzigartigen Naturerlebnis.
Die quadratische Granitplattform misst etwa 25 Quadratmeter und bietet Platz für zahlreiche Besucher, die von hier aus das spektakuläre Panorama genießen möchten. Kein Wunder, dass der Preikestolen jährlich etwa 300.000 Menschen anzieht. Besonders in den Sommermonaten kann es hier recht voll werden, weshalb ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag empfehlenswert ist, um das Naturdenkmal in Ruhe erleben zu können.
Die Plattform ist nur zu Fuß erreichbar, was ihren Reiz noch verstärkt. Die Wanderung beginnt am Preikestolen BaseCamp, einem gut ausgestatteten Ausgangspunkt mit Parkplätzen, einer Hütte und einem Restaurant. Der Weg zum Preikestolen ist rund acht Kilometer lang (Hin- und Rückweg) und führt über gut ausgebaute Pfade, Holzstege und einige felsige Abschnitte. Obwohl die Route teilweise steil sein kann, ist sie mit einer guten Grundkondition auch für weniger erfahrene Wanderer machbar. Besonders schön sind die kleinen Rastplätze entlang des Weges, die Gelegenheit bieten, die umliegende Natur zu genießen.
Für die gesamte Wanderung sollten etwa vier Stunden eingeplant werden. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind dabei unbedingt erforderlich, da das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann. Nach der Wanderung bietet sich das Restaurant im BaseCamp an, um sich bei norwegischen Spezialitäten zu stärken und die Eindrücke der Tour Revue passieren zu lassen. Wer ein besonderes Erlebnis sucht, kann auch eine Übernachtung im BaseCamp einplanen, das gemütliche Hütten und Zimmer sowie zahlreiche weitere Outdoor-Aktivitäten anbietet.
Vom Hafen Stavanger zum Preikestolen
Vom Hafen in Stavanger bis zum Preikestolen BaseCamp sind es etwa 40 Kilometer, sodass die Anreise gut geplant sein sollte.
Am einfachsten geht das mit einem Transfer zum Ausgangspunkt der Wanderung* mit bequemer Abholung am Hafen.
Eine weitere Option ist der Preikestolen Express Bus. Der Bus fährt vom Zentrum in Stavanger zum BaseCamp. Die Fahrt kostet für einen Erwachsenen 476 NOK (ca. 40 EUR) und beinhaltet die Hin- und Rückfahrt sowie ausreichend Zeit für die Wanderung.
Spektakulär ist die Anreise mit der Fähre, die zwischen Stavanger und Tau verkehrt. Die Fähre verlässt man in Jorpeland, von wo aus die letzten fünf Kilometer mit dem Bus oder Taxi zurücklegt werden müssen.
Tipp: Ein geführter Ausflug und Transfer mit Abholung (auch am Hafen) in Stavanger ist über Meine-Landausflüge oder GetYourGuide buchbar:
Bootstour auf dem Lysefjord
Der Lysefjord ist ein Paradebeispiel für die spektakuläre Fjordlandschaft des Landes. Über eine Länge von 42 Kilometern erstreckt er sich von der Stadt Forsand bis nach Lysebotn und beeindruckt mit steilen Felswänden, die bis zu 1.100 Meter in die Höhe ragen. An seiner tiefsten Stelle misst der Fjord etwa 500 Meter und bietet eine einzigartige Kulisse aus schroffen Felsen, smaragdgrünem Wasser und unberührter Natur.
Für diejenigen, die eine Alternative zur Wanderung auf den Preikestolen suchen oder die Region aus einer anderen Perspektive erleben möchten, ist eine Bootstour auf dem Lysefjord die ideale Wahl. Besonders aufregend sind die RIB-Bootstouren* (Rigid Inflatable Boat), die ein Abenteuer und ein intensives Naturerlebnis zugleich bieten. Mit hoher Geschwindigkeit gleiten die Boote über das Wasser und bringen die Passagiere zu beeindruckenden Felsformationen und versteckten Ecken des Fjords, die für größere Schiffe unzugänglich sind.
Eine solche Tour ist nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, den Preikestolen von unten zu bewundern, sondern auch andere Highlights des Lysefjords zu entdecken. Besonders beeindruckend ist der Hengjanefossen, ein Wasserfall mit einer Fallhöhe von 400 Metern, dessen Gischt oft bis zu den Booten reicht. Während der Fahrt erzählen die Kapitäne faszinierende Geschichten über die Geologie, Geschichte und Tierwelt des Fjords. Mit etwas Glück lassen sich Seeadler beobachten, die majestätisch über den Felsen kreisen.
Neben RIB-Bootstouren* gibt es auch gemütlichere Alternativen mit größeren Ausflugsbooten (hier bei GetYourGuide ansehen*). Diese eignen sich besonders für Besucher, die es ruhiger angehen lassen möchten. Auch bei diesen Touren bieten sich grandiose Ausblicke auf die steilen Klippen und die malerische Landschaft. Für Fotografen ist der Lysefjord aus jeder Perspektive ein Paradies.
Ob als Alternative zur Wanderung oder als Ergänzung – eine Bootstour auf dem Lysefjord ist ein unvergessliches Erlebnis und zeigt die beeindruckende Naturkulisse Norwegens von ihrer schönsten Seite. Festes Schuhwerk ist hier nicht nötig, stattdessen stehen Wind- und Regenschutz im Vordergrund, denn der frische Fahrtwind und die Gischt des Fjords machen den Ausflug besonders lebendig.








